Tropensonne
Strand und Affen
30.01.2007
30 °C
Von San Isidro fuehrt die Strasse durch eine wunderschoene und bergige Dschungellandschaft an den Pazifischen Ozean. Die Strasse ist steil und eng, der Bus faehrt manchmal fast nur schritttempo, und langsam wird es waermer. An der Kueste hoert der Asphalt auf, ueber eine staubige Piste holpern wir durch Heideland, viel Sumpf, Palmen, kleine Doerfer und wieder dichter Urwald. Im Matapalo steigen wir aus und stuerzen zuerst in die kleine Pulperia (Laedeli) wo wir kaltes Ginger Ale und Fruechte kaufen um uns fuer die restlichen 2 Kilometer zu Fuss zu staerken. Nun sind wir froh fuer alles, was wir nicht dabei haben...
Schon bald aber haelt ein Jeep und wir koennen mitreiten bis zum Strand. Fuer die erste Nacht finden wir ein Zimmerli mit Sicht auf den Parkplatz, Ernuechterung macht sich breit bei den Grossen, Maurice nimmts gelassen. Schon am naechsten Morgen koennen wir aber zuegeln in ein wunderschoenes Bungalow, grad am Meer, da bleiben wir ein paar Naechte. Im Garten steht ein grosser Baum mit einem Loch, da drin wohnen 5 Leguane, welche nun regelmaessig Besuch von Maurice bekommen. Die amerikanischen Gastgeber sind unkompliziert und Maurice hat viel Raum zum spielen.
Am Morgen frueh wandern wir in den Nationalpark nebenan, das heisst es hat ein Schild und keine Haeuser, dafuer aber Horden von Affen und die farbige Voegel in den Mangrovensuempfen. Den Krokodilen sind wir nicht begegnet... 
Der Strand: Breit bei Ebbe, feiner weicher Sand, ein flaches Meer mit tollen Wellen, das Wasser badewannenwarm. So geht das auf eine unglaubliche Laenge von 40 Kilometern, Palmen, Mandelbaeume mit Faultieren in den Aesten, Urwald, gleissende Sonne und die Wellen... Wir haben schon viele Straende gesehen, aber so etwas wohl noch nie!
Claudia kommt aus der Schweiz (wie viele andere auch in Costa Rica) und nimmt Beatrice mit auf einen ausgiebigen Ritt dem Strand entlang. Wunderschoen eilen die Pferde dem Strand und Fluss entlang.
Obwohl Hochsaison ist, hat es kaum Menschen hier, die paar wenigen Touristen sehen sich eher von Ferne. Man trifft sich beim Fruestueck (Pancake) oder beim Znacht (Reis und Fisch). So lernen wir auch Maya und Daniel aus Zuerich kennen, welche uns mit dem Auto weiter gegen Sueden mitnehmen. Zum Glueck, denn die im Reisefuehrer angepriesene Unterkunft liegt direkt an der Strasse und das Zimmer stikt so sehr, dass Maurice zu weinen bedginnt als wir es anschauen! Daniel und Maya nehmen uns mit bis wir eine wunderschoenes Ferienhaeuslein in Tortuga Abajo (suedlich Uvita) gefunden haben in einem gepflegten und schattigen Dschungelgarten. Hier turnen die Affen direkt vor dem Balkon, die Putzfrau macht mit dem Besen das Baumlaub zur Seite, damit wir das Faultier sehen.
Zum Strand gehts 20 Minuten durch eine Dschungelpfad, entlang von Stauden mit riesigen Blaettern, fingergrossen Ameisen und Baeumen, welche ihre winzigen Fruechte wie Regentropfen fallen lassen. Nach eine wackligen Haengebruecke raschelt es im Kraut, tausende von roten Krebsen haben sich hier versammelt, am naechsten Tag sind sie alle verschwunden.
Etwa so geht es hier auch Maurice, manchmal raschelt das Heimweh nach Playmobil unueberhoerbar, dann ist es wieder ganz verschwunden. Wir Grossen vermissen das Zuhause nicht sehr, geniessen die Waerme und staunen immer wieder ueber das abwechslungsreiche Land.
Bald gehts nun weiter auf die Halbinsel Osa zu einer Indianerfamilie, welche man nur per Pferd erreicht (www.tamandu-lodge.com).
Wir freuen uns, auch diese neue Welt kennenzulernen!
Posted by m.till 08:23 Archived in Costa Rica Comments (0)









